Happy New Drink

Ich kann das neue Jahr kaum erwarten und bin gespannt, was es für uns bereithält! Dieses Jahr war so aufregend – ein Jahr voller Veränderungen. Nicht nur ich habe mich verändert, auch unsere Lebenssituation und der Alltag haben sich auf eine Art und Weise gewandelt, die mich immer wieder lächeln und staunen lässt.

Als hätte ich eine riesengroße Wassermelone gegessen

Noch vor ein paar Tagen haben wir Weihnachten gefeiert, Geschenke ausgepackt, Weihnachtslieder gesungen und Plätzchen bis zum Umfallen gegessen und jetzt ist schon der 31. Dezember. Die letzten Minuten im Jahr sind angebrochen und der Countdown läuft. Unglaublich, wie schnell das Jahr wieder vergangen ist. Ich habe das Gefühl, die Zeit rast nur noch an einem vorbei. Kennst du das auch? Je älter du wirst, desto schneller vergeht die Zeit. Ich kann mich noch genau an unsere letzte Silvesterfeier erinnern, denn heute vor einem Jahr haben mein Mann Philipp und ich das letzte Mal Silvester alleine, nur zu zweit gefeiert. Mit unserem Sohn in meinem Bauch und einer Babybauchkugel, die aussah, als hätte ich eine riesengroße Wassermelone gegessen, stand ich – genau wie jetzt auch – auf unserem Balkon und habe auf das große Silvesterfeuerwerk gewartet. Eingekuschelt in eine flauschige Fleecedecke und die Arme meines Mannes, genieße ich den Ausblick über die Stadt und lasse das unvergessliche letzte Jahr Revue passieren.

Einer schwangeren Frau sollte man einfach nicht widersprechen!

Hinter uns liegt ein emotionales, anstrengendes, aber auch sehr glückliches Jahr. Die Geburt unseres Sohnes Jonas im Mai hat unsere Familie vollkommen gemacht. Er ist einfach ein Sonnenschein, ein fröhlicher, aufgeschlossener und aktiver kleiner Bengel mit hellblondem Haar, großen, braunen Rehaugen und einer süßen Stupsnase. Ich glaube, er wird den Mädels später mal den Kopf verdrehen. Ich weiß noch genau, wie mein Mann und ich das Zimmer des Kleinen kurz vor Ostern renoviert haben. Wie ich hochschwanger auf der Leiter stand und die Wände im Zimmer in einem hellen türkisgrün gestrichen habe. Philipp hat die Augen verdreht und mich angefleht, von der Leiter zu steigen. Aber du kennst das vielleicht auch: Einer schwangeren Frau sollte man einfach nicht widersprechen! Schließlich wollte ich auch bei der Mitgestaltung unseres ersten Kinderzimmers helfen. Ganz besonders wird mir der gestrige Tag in Erinnerung bleiben. Jonas hat mit seinen gerade einmal sieben Monaten seine ersten, eigenen Gehversuche gewagt. Mit aller Kraft hat er seinen dicken Windel-Hintern in die Luft gedrückt und sich mit seinen kurzen Ärmchen zuerst auf dem Boden und dann an einem Stuhl abgestützt, um seinen Oberkörper in eine einigermaßen aufrechte Position zu bekommen. Ein sehr süßer Anblick, der uns wahnsinnig stolz gemacht hat. Auch wenn er anfangs sehr wackelig unterwegs war und oft auf dem Hintern gelandet ist, was er eher zum Lachen als zum Weinen fand, hat er es nach ein paar Versuchen doch geschafft, nach zwei, drei wackeligen Schritten in meine Arme zu laufen. Er strahlte bis über beide Ohren. Seine niedlichen Pausbäckchen wurden dabei noch dicker und seine Grübchen, die ich so liebe, kamen zum Vorschein. Bei der Erinnerung daran muss ich plötzlich lachen. „Warum lachst du?“ fragt mein Mann überrascht.

Elfanto

Ich will ihm gerade antworten, als der Countdown im Fernsehen beginnt und wir gemeinsam runterzählen: „10…9…8…7…6…5“. Die Feuerwerke werden lauter und der Himmel verfärbt sich durch den Rauch allmählich grau. Mein Mann drückt mich fester an sich und küsst meinen Kopf, als ich meinen Kopf an seine Brust lehne und die letzten Sekunden alleine runterzähle. „3…2…1… Frohes neues Jahr, mein Schatz“, flüstere ich ihm zu. Sanft streicht mir mein Mann eine Haarsträhne aus dem Gesicht und gibt mir einen Kuss. Eng umschlungen schauen wir dem bunten Feuerwerk über der Stadt zu. Nach ein paar Minuten habe ich das Verlangen, zu meinem Sohn zu gehen. Scheinbar hat mein Mann den gleichen Gedanken, denn wir schauen uns gleichzeitig erwartungsvoll an. „Sollen wir?“ fragt mich mein Mann und ich nicke lächelnd zurück. Vorsichtig schleichen wir uns in das Kinderzimmer unseres Sohnes. Über seinem Bettchen hängt eine kleine Mondlampe als Nachtlicht, ohne sie und seinen Stoffelefanten kann er nicht mehr einschlafen. Von dem ganzen Trubel und Lärm um ihn herum scheint er nichts mitzubekommen, denn er schläft tief und fest. Behutsam gebe ich ihm einen Kuss auf die Stirn und decke ihn und „Elfanto“ mit der Decke zu.

Mit etwas Richtigem anstoßen

Ich setze mich im Wohnzimmer auf unser großes Ecksofa und schaue auf die alte, tickende Holzuhr – 00.20 Uhr. „Wir haben noch gar nicht angestoßen!“ ruft mein Mann leise von der Küche aus, während sein Kopf im Kühlschrank steckt. Er holt einen Piccolo und einen alkoholfreien Aperitif heraus. „Du hast recht! Daran habe ich gar nicht gedacht!“, erwidere ich überrascht. Dabei habe ich mir dieses Jahr extra einen alkoholfreien Drink gemixt. Letztes Jahr hatte ich mich gar nicht richtig auf Silvester als Schwangere vorbereitet und nur Saft gekauft. Das war ziemlich langweilig. Dieses Jahr wollte ich auf jeden Fall mit etwas Richtigem anstoßen und habe mir einen leckeren, zur Winterzeit passenden Birne-Vanille-Thymian-Drink gemixt, da ich während der Stillzeit natürlich keinen Alkohol trinke. Falls auch du diese Situation kennst, solltest du dieses leckere Getränk unbedingt einmal ausprobieren! Kein Alkohol, aber auch kein langweiliger Saft. Philipp kommt zu mir auf die Couch und reicht mir mein Glas „Auf unseren Sohn“, sagt er, hebt er sein Glas und wir stoßen auf das schönste Geschenk in unserem Leben an.